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Unihockey ist eine der schnellsten Sportarten der Welt. Plötzliche Konter, präzise Seitenwechsel und wuchtige Schüsse gehören dazu. Der Torhüter muss dabei immer passend positioniert sein, auf Pässe in Sekundenbruchteilen reagieren und kommende Abschlüsse abwehren. Gleichzeitig muss er die Übersicht über das Spielfeld behalten, Aktionen der Spieler antizipieren und trotzdem Ruhe bewahren und Sicherheit ausstrahlen.
Um dies zu erreichen, benötigt es ein gezieltes Training mit spezifischem Torhütercoaching. Dieses soll möglichst spielnah sein, so kann der Torhüter das gelernte am einfachsten im Match umsetzten. Diese Broschüre stellt einen progressiven Trainingsaufbau in drei Phasen vor. Dabei werden die Torhüter immer näher ans Spiel herangeführt. Das gesamte Training dauert ca. 60 Minuten. Anschliessend könnten die Torhüter zur Mannschaft stossen und gemeinsam Spielformen oder ein Abschlussspiel machen.
In vielen Vereinen sind die Möglichkeiten für ein spezifisches Torhütertraining begrenzt. Trotzdem ist es wichtig ein Torhütertraining durchzuführen. Dies ist auch mit wenig Platz und wenig Zeit möglich. Dazu muss nur die Struktur etwas angepasst werden und die Übungen entsprechend gewählt werden.
Um verschiedene Anforderungen eines Torhüters in technischen sowie taktischen Bereichen zu trainieren, besteht ein Training immer aus drei Teilen: dem Einwärmen, dem Technischen Teil und dem Offenen Teil. Die Torhüter sollten in allen Teilen möglichst viel Lern- und Bewegungszeit erhalten, deshalb sollten es maximal zwei Torhüter pro Tor sein. Die Zeit, in der die Torhüter nicht im Tor sind, kann für zusätzliche Aufgaben oder Feedback genutzt werden.
Das Einwärmen dauert ca. 20 Minuten und dient hauptsächlich der Verletzungsprävention und der Vorbereitung des Körpers (Muskeln, Sehnen, Gelenke, Herz-Kreislauf-System, Mental) auf das kommende Training. Hier werden zudem Koordinations-, Stabilisations- und Mobilisationsübungen integriert.
Im Technischen Teil geht es um das Erlernen und Anwenden von Techniken. Dieser dauert 20-30 Minuten. Wichtig ist, dass ab jetzt die Orientierung von Körper und Ball in Bezug auf das Spiel berücksichtigt werden muss.
Anschliessend folgt der Offene Teil, bei dem die Entscheidungsfindung im Zentrum steht. Die technischen Elemente müssen in einer spielnahen Umgebung genutzt werden. Dieser Teil dauert ca. 20-25 Minuten.
Immer wenn ein Angreifer sich mit dem Ball bewegt oder einen Pass spielt, muss sich der Torhüter neu positionieren. Dabei muss er aufgrund der gefährlichsten Option des Angreifers entscheiden, wie er sich Positionieren will und wie er diese Position erreichen kann. Anschliessend muss er diesen Entscheid ausführen.
(siehe Abb. 1)
Jede Bewegung des Balles kann in eine der 10 Spielsituationen eines Unihockeytorhüters eingeteilt werden. In jedem Training wird eine Spielsituation behandelt. Dabei werden der Technische und Offene Teil nach dieser Spielsituation aufgebaut. Die Spielsituation dient somit als roter Faden für eine Trainingseinheit. Über die ganze Saison sollten alle Spielsituationen einige Trainings lange behandelt werden.
Achte darauf, dass beim Torhütertraining die Shooter (Spieler, die schiessen) nicht vergessen werden. Ohne sie ist es unmöglich, ein spielnahes Training aufzubauen, deshalb müssen sie auch einbezogen werden. Hier musst du im Rahmen deiner Möglichkeiten Arbeiten. Wenn du dir Auswählen kannst, wie viele Shooter zum Training kommen, kannst du dir Überlegen wie viele nötig sind, um eine hohe Intensität für die Torhüter und Shooter zu gewährleisten, ohne dass den Shootern langweilig wird. Falls du nur eine bestimmte Anzahl Shootern zur Verfügung hast, musst du dies bereits beim Planen des Trainings berücksichtigen. Idealerweist arbeitest du mit einem zweiten Trainier zusammen, der für die Spieler zuständig ist. So sind immer alle gut betreut.
Beim Einwärmen ist das Wichtigste die Muskeln, Gelenke und Sehnen auf die Trainingseinheit einzustellen, so können Verletzungen verhindert werden. Zudem hilft es den Torhütern vom Arbeits- oder Schulalltag auf “Sportmodus“ zu schalten.
Dazu reicht ein klassisches Einwärmen mit lockerem Laufen mit einigen dynamischen Übungen (Anfersen, Arme kreisen usw.) Anschliessend folgen einige Mobilitäts- und Stabilitätsübungen. So werden die Muskeln voraktiviert und die Torhüter können ihre volle Leistung abrufen. Diesen Teil kann gut mit der Mannschaft zusammen durchgeführt werden.
Anschliessend folgt ein kurzes Einwärmen mit spezifischen Goalie-Bewegungen. Verschiedene Verschiebungen sollten möglichst oft durchgeführt werden. Hier passen kleine Spiele wie z.B. Unihockey-Tennis oder Fanigs-Variationen sehr gut. Es können aber auch einfache Drills (z.B. Slalom o.ä.) sein. Zudem können einfache koordinativen Aufgaben eingebaut werden (z.B. Jonglieren, Bälle schicken/fangen etc.).
Der Beginn des Einwärmens kann bereits vor dem eigentlichen Training durchgeführt werden. Die Torhüter können dies selbstständig machen. Anschliessend musst du nur noch Mobilitäts- und Stabilitätsübungen einbauen. So kannst du die Hallenzeit ideal nützen.
Der Technische Teil ist dazu da, Techniken und Positionen gezielt zu trainieren und zu automatisieren. So können sie später, ohne nachzudenken, im Spiel genutzt werden. Um die Anwendung der Techniken im Spiel erleichtern, simuliert der Aufbau des Technischen Teils immer eine Spielsituation. Zudem dient der Technische Teil als Vorbereitung für den Offenen Teil. Deshalb ist es wichtig, dass beiden Teile dieselbe Spielsituation behandeln.
Im Technischen Teil wird hauptsächlich die Ausführung der Technik und die Positionierung im Tor gecoacht. Die Torhüter sollen Verschiebungen und Bewegungen sauber ausführen. Am besten wird pro Technik auf 2-3 Coachingpunkte fokussiert, damit die Torhüter nicht überfordert werden. Im gesamten Technischen Teil sollten nur diese Punkte gecoacht werden. Zudem ist es wichtig, dass die Torhüter sich richtig positionieren, da sie sonst im Offenen Teil Schwierigkeiten haben.
Es kann hilfreich sein, die Übungen etwas zu verlangsamen um dem Torhüter mehr zeit zu geben. So kann er sich auch die saubere Ausführung der Technik konzentrieren. Dies gelingt zum Beispiel indem der Abschluss nicht direkt erfolgen darf oder, in dem die Verschhiebung nicht nach einem Pass, sonder einem visuellen oder akustischen Signal erfolgt.
Die Übungen im Technischen Teil laufen ähnlich ab, wie eine Spielsituation am Match. Die Übung beginnt mit einer kleinen einleitenden Verschiebung zur Ausgangsposition. Dies kann ein kurzer Pass oder ein Dribbling sein. Der Torhüter schiebt mit und gelangt so in einer Natürlichen Bewegung in die Ausgangsposition. Anschliessend wird der Ball wie in der Spielsituation weitergespielt, anschliessend erfolgt der Abschluss. Dabei muss der Torhüter sich erneut verschieben. Im gesamten Technischen Teil sind die Verschiebetechniken und Endpositionen (inkl. Körper, Ausrichtung, Tiefe und Achse) deklariert. Der Torhüter muss nicht entscheiden, welche Technik er nutzen will, oder wie es sich am besten positioniert. Er soll sich voll und ganz auf eine saubere Ausführung der Technik konzentrieren.
Um Techniken zu trainieren ist es langfristig hilfreich, diese unter unterschiedlichen Bedingungen durchzuführen. Besonders Verschiebungen sollten in verschiedenen Geschwindigkeiten und über verschiedene Distanzen trainiert werden. So verarbeitet der Torhüter die Erfahrungen tiefer und die Bewegungen werden langfristiger im Gehirn abgespeichert. Um dies zu erreichen, müssen die Pass und/oder Abschlusspositionen variabel sein. Zum Beispiel könnte sich ein Shooter zwischen zwei Hütchen oder in einer vordefinierten Zone bewegen. Wichtig ist, dass die Übung trotzdem Spielnahe bleibt. Da im Technischen Teil alle Verschiebungen vorgegeben sind, sollten die Distanzen passend für die trainierte Technik sein.
Um die Übungen anspruchsvoller zu machen, können zusätzliche Aufgaben eingebaut werden. Idealerweise wir mit einer Grundübung gestartet, die keine oder wenige zusätzliche Elemente enthält. Anschliessend können diese in einer weiteren technischen Übung hinzugefügt werden. Dies können koordinative Herausforderungen sein, wie Vison-trainier, farbige Bälle, Gleichgewichtsübungen usw. Hier ist etwas Kreativität gefragt. Diese können auch vor der Übung eingebaut werden.
Eine weitere Möglichkeit ist, zusätzliche Schüsse einzubauen. Oft können vor der einleitenden Verschiebung oder vor dem letzten Pass Abschlüsse komme. Durch geschicktes Platzieren zusätzlicher Bälle oder Verschiebungen auf visuelle oder akustische Signale kann die Übung trotzdem weiterlaufen.
Ab und zu darf auch etwas mehr Variation als im Spiel realistisch dabei sein. So machen die Torhüter neue Erfahrungen. Vielleicht merken sie von selbst, dass die Vorgegebene Technik nicht ideal für die Vorhandene Situation ist. Dadurch lernen sie, dass es Wichtig ist, die richtige Technik zu nutzen und erkunden die Grenzen der bereits erlernten Techniken.
Zudem können auch zusätzliche Passoptionen der hinzugefügt werden. Dabei müssen Verschiebetechnik und Endposition immer deklariert sein. Durch zusätzliche Optionen wird die Komplexität der Übung deutlich erhöht. Am besten startest du immer mit der Grundübung, bevor du weitere Passoptionen hinzufügst.
Diese Möglichkeiten können natürlich miteinander kombiniert werden, um die Komplexität dem Level der Torhüter anzupassen. So kannst du Torhütern auf verschiedenen Niveaus gerecht werden, indem du jeweils passende Zusatzaufgaben verteilst.
Der Offene Teil dient dazu, dem Torhüter eine möglichst Spielnahe Trainingsumgebung zu bieten. Dies Vereinfacht die Anwendung des gelernten im echten Spiel. Hier sollten die technischen Elemente aus dem Technischen Teil unter Zeitdruck und mit möglichst wenig Vorgaben für Spieler durchgeführt werden. Zudem sind nun keine Techniken mehr deklariert. Die Torhüter müssen selbst entscheiden, welche Technik am besten zur Situation passt. Dazu müssen sie verschiedenste Informationen aufnehmen, sammeln und verarbeiten.
In diesem Teil liegt der Schwerpunkt des Coachings auf die Entscheidungen der Torhüter. Haben sie die passende Technik und Position gewählt haben? Wie haben sie sich auf die Verschiebungen vorbereitet? Wie haben sie die Informationen für ihre Entscheidung gesammelt? Die Entscheide der Torhüter können hinterfragt und mit ihnen diskutiert werden. Dazu sind die Entscheidungsfragen der jeweiligen Spielsituation nützlich.
Die Technische Ausführung sollte in diesem Teil nicht gecoacht werden. Sie soll nur korrigiert werden, wenn die Torhüter grobe Fehler machen. Es geht darum, passende Entscheide zu treffen und möglichst viele Bälle zu halten.
Damit die Übung nicht immer in einer 3 gegen 0 Situation oder einer ähnlichen Situation endet, kannst du passive Verteidiger oder Dummies hinzufügen. So werden die Passwege eingeschränkt und der Torhüter muss die Verteidiger in seiner Entscheidung berücksichtigen. Dies kann aber auch zu weniger Abschlüssen aufs Tor führen, da einige Pässe abgefangen werden.
Nutze kleine Challenges, zwischen den Torhütern (z.B. je 10 Schüsse, wer erhält mehr Tore?) oder zwischen Torhütern und Spielern (z.B. Best of 5, gibt es in fünf Durchgängen mehr oder weniger als drei Tore?). Dies setzt die Torhüter unter Druck, so können sie lernen damit umzugehen. Zudem fügt es der Übung ein spielerisches Element hinzu.
Der Offene Teil wird nach derselben Spielsituation wie der Technische Teil aufgebaut. Die Übung sollte die Spielsituation so gut wie möglich simulieren. Nach der Einleitenden Verschiebung sind alle Optionen möglich, die im Spiel erfolgen können. Dazu gehören meist auch verschiedene Passoptionen. Wichtig ist, dass die Anzahl Optionen an das Niveau der Torhüter angepasst ist. Bei weniger erfahrenen Torhütern können einige Passoptionen reduziert werden.
Hier sollten Hütchen nur noch als Anhaltspunkte für die Startpositionen der Angreifer genutzt werden, anschliessend dürfen sich die Angreifer frei bewegen. So entstehen immer verschiedene Situationen, an die sich die Torhüter anpassen müssen.
Am Anfang jedes Trainings steht eine Spielsituation. Wähle eine Spielsituation aus, die du mit deinen Torhütern trainieren willst. Oft kannst du eine Situation aus dem letzten Spiel oder Training, die dir aufgefallen ist, übernehmen.
Entscheiden welche Spielsituation man trainieren will
Anschliessend musst du dir überlegen, welche Techniken in dieser Spielsituation vorkommen. Zudem solltest du Wissen, wie die Endposition nach der Verschiebung aussehen sollte. Schaue, dass du alle KATA-Kriterien definiert hast.
überlegen welche Techniken in der Spielsituation vorkommen
Du musst nicht immer die gesamte Technik coachen. Am besten schreibst du dir pro Technik und Position 2-3 Coachingpunkte auf, auf die du dich in diesem Training fokussierst. Jetzt kannst du das Training Teil für Teil planen. Beim Einwärmen musst du die Trainingsstruktur in deinem Verein berücksichtigen. Machen sich die Torhüter vorher mit der Mannschaft zusammen warm? Gibt es die Möglichkeit das Einwärmen vor der Hallenzeit durchzuführen? Hier solltest du auch auf die Bedürfnisse der Torhüter eingehen.
Im Technischen Teil solltest du mit einer Grundübung beginnen. Diese beinhaltet nur wenige zusätzliche Aufgaben. Anschliessend kannst du mit einer erweiterten technischen Übung fortfahren, die mehrere zusätzliche Aufgaben enthält. Dabei kannst du auch die Abschlusspositionen verändern und neue Techniken vorgeben.
für jede Technik 2-3 Coachingpunkte auswählen
Für den offenen Teil musst du dir
gut überlegen, wie du ihn organisierst.
Es sollten mehrere Passoptionen
verfügbar sein, trotzdem
darf die Übung die Torhüter nicht
überfordern.
Überlege dir immer, wie du möglichst
viel Lern- und Bewegungszeit
für die Torhüter generieren kannst und
wie du die Erholung gestalten willst.
Meist sind 2 Torhüter pro Tor ideal.
Falls du mehr als dies hast, solltest
du die Übungen, wenn möglich auf
mehrere Tore durchführen. Alternativ
kannst du den Torhütern auf Aufgaben
geben, die sie neben dem Tor
durchführen können. Zudem kannst
du die Wartezeiten nutzen, um ihnen
Feedback zu geben.
Übungen der einzelnen Teile planen
Die Spielsituationen bilden die Grundlage für jedes Training. Der gesamte Technische und Offene Teil wird immer zur gleichen Spielsituation aufgebaut. Deshalb werden alle Situationen in die 10 Spielsituation unterteilt. Grundsätzlich kann jede Entscheidung, die ein Torhüter in einem Match trifft, einer Spielsituation zugeteilt werden. Sobald dieser Entscheid getroffen wurde, entsteht eine neue Situation, in welcher der Torhüter erneut ein Entscheid treffen muss. Dieser Entscheid kann erneut einer der 10 Spielsituationen zugeteilt werden, es kann auch dieselbe wie zuvor sein. Dies geht so lange, bis ein Abschluss erfolgt, oder der Ball in eine ungefährliche Zone gelangt. In jeder der 10 Spielsituationen gibt es einige Prinzipien, die der Torhüter befolgen sollte. Zu diesen Prinzipien gehören Entscheidungsfragen. Dies sind Fragen, über die der Torhüter entscheiden muss, wenn die Aktion erfolgt. Diese Entscheidungsfragen sollten im Offenen Teil immer wieder den Torhütern gestellt und hinterfragt werden. Zudem sind die 10 Spielsituationen in drei Gruppen unterteilt: Direktabschluss, Kurze Verschiebungen, Offensv
Diese Gruppe an Spielsituationen umfasst alle Situationen, in denen der Ball direkt nach einem Pass geschossen wird. Der Torhüter muss seine Entscheidung aufgrund des Passes treffen. Trotzdem muss er die Optionen des Schützen im Auge behalten. Falls dieser den Ball kontrolliert oder weiterspielt, entsteht bereits eine neue Situation.
Hierzu gehören alle Spielsituationen, in denen der Angreifer den Ball kontrolliert oder mit dem Ball läuft. Meist sind hierbei kurze Verschiebungen gefordert, es gibt aber auch Ausnahmen, in denen der Torhüter weitere Strecken zurücklegen muss. Der Torhüter muss seinen Entscheid aufgrund der gefährlichsten Option treffen und sich dementsprechend verschieben.
Hier gehört nur die Spielsituation “Ball in Hand“ dazu. Hier hat der Torhüter den Ball und muss entscheiden, wohin er ihn auswirft.
Low to high umfasst Spielsituationen, in denen der Ball von der Passing first zone heraus gespielt wird und anschliessend ein direkter abschluss folgt. Der Torhüter entscheidet im Moment des Passes, wie er sich verschieben und positionieren will. Anschliessend reagiert er nur noch auf den Schuss.
Wenn der Pass in den Slot kommt nach Möglichkeit abfangen, sonst so schnell wie möglich in die Schusslinie bringen. Bei Pässen den Bande nach, kann etwas Tiefe generiert werden, bei Pässen über die Zentrallinie meist auf der Linie bleiben. Rechtzeitig in die Schusslinie zu kommen ist wichtiger als Tiefe zu haben. Zudem die KATA-Kriterien ⓘ immer der gefährlichsten Option anpassen.
Die 10 Spielsituationen: Low to highKann ich den Pass unterbinden?
Was ist die gefährlichste Option? (Direktabschluss?, Pass?)
Wie will ich mich Positionieren?
Welche Verschiebetechnik nutze ich um die Endposition zu erreichen?
Beim Pass über Zentrallinie druchquert der Ball den Slot und wird direkt geschossen. Dabei darf er nicht aus der passing first zone kommen. Der Torhüter muss beim Verschieben eine grosse distanz zurücklegen.
Der Torhüter muss sich möglichst schnell in die Schusslinie bewegen. Meistens ist es am schnellsten zurück auf die Grundlinie zu gehen. Manchmal müssen hier Notverschiebungen genutzt werden (z.B. Boat, Tauchen). Diese hier nur mit viel Bedacht eingesetzten, da der Direktabschluss nicht immer die gefährlichste Option ist.
Die 10 Spielsituationen: Pass über Zentrallinie
Was ist die gefährlichste Option? (Direktabschluss?, Pass?)
Wie will ich mich Positionieren?
Welche Verschiebetechnik nutze ich um die Endposition zu erreichen?
Zur Spielsituation Pass in Slot gehörten alle Situationen, in denen der Ball von ausserhalb der Passing first zone in den Slot gespielt wird. Danach erfolgt ein Direktabschluss.
Wenn möglich sollte der Torhüter den Pass direkt abfangen. Sonst muss er sich in der vorhandenen Zeit möglichst gut für den Abschluss positionieren. Meist ein Direktschuss die gefährlichste Option. Deshalb kann, wenn möglich die Tiefe genutzt werden. Zudem sollten die Hände nach dem Verschieben aktiv nach vorne, um möglichst viel Fläche abzudecken. In dieser Situation ist die Zeit oft sehr knapp, wenn nötig müssen Notverschiebungen (z.B. Tauchen, Boat usw.) genutzt werden.
Die 10 Spielsituationen: Pass in SlotKann ich den Pass unterbinden?
Was ist die gefährlichste Option? (Direktabschluss?, Pass?)
Wie viel Tiefe nutze ich?
Spiele ich auf Fläche oder auf Reakton?
Wie verschiebe ich mich?
Bei der Spielsituation Pass wir ein Pass gespielt, der den Slot nicht durchquert, und anschliessend direkt abgeschlossen. Der Torhüter entscheidet im Moment des Passes, wie er sich verschieben und positionieren will. Anschliessend reagiert er nur noch auf den Schuss.
Möglichst schnell in die Schusslinie bringen und den Save vorbereiten. Zudem die Körperposition an die gefährlichste Option anpassen
Die 10 Spielsituationen: PassWas ist die Gefährlichste Option? (Schuss?, Pass?)
Wie will ich mich Positionieren?
Welche Verschiebetechnik nutze ich um die Endposition zu erreichen?
Die Spielsituation Slot beinhaltet alle Situationen in denen der Ball für lägnere Zeit im Slot bleibt und der Torhüter aufgrund dessen eine Entscheidung treffen muss. Dazu gehören Passe, die innerhalb des Slots gespielt werden, Ballannahmen im Slot oder Rebounds.
Wenn möglich den Ball sichern oder wegspielen. Sonst meist auf Fläche spielen, trotzdem möglichst agil blieben. Hände aktiv vor dem Körper halten. Evtl. Verschiebung vorbereiten.
Die 10 Spielsituationen: SlotKann ich den Ball attackieren? (Mit den Händen?, Schere?)
Was ist die gefährlichste Option? (Direktabschluss?, Pass?)
Wie will ich mich Positionieren?
Die Spielsituation Lauf in Slot umfasst alle Situationen, in denen der Ballführende Spieler seitlich in den Slot laufen. Dabei wird er von einem Verteidiger leicht abgedrängt, wenn er allein ist, ist es ein Breakaway.
Wenn möglich den Angreifer nicht in den Slot lassen, dazu die Schere nutzen. Dabei darf jedoch der nahe Pfosten nicht geöffnet werden. Wenn der Angreifer zu weit weg ist um den Lauf zu unterbinden, nicht zu weit aus dem Tor schieben, da die seitliche Bewegung des Angreifers zu weiten Verschiebungswegen führt. Erst nach vorne schieben, wenn der Abschluss erkennbar ist.
Die 10 Spielsituationen: Lauf in SlotWas hat der Angreifer für Optionen? Welches ist die gefährlichste?
Wie viel Tiefe nutze ich?
Kann ich den Lauf direkt unterbinden?
Jeder Abschluss ausserhalb des Slots, der nach einer Ballkontrolle geschieht fällt unter die Spielsituation „Distanzschuss“
Hier ist es wichtig, eine gute Sicht zum Ball zu erschaffen. Zudem sollten die Hände immer aktiv vorne bleiben, um jederzeit auf den Schuss reagieren zu können. Die Positionierung sollte aufgrund der gefährlichsten Option gewählt werden.
Die 10 Spielsituationen: Distanzschuss
Was ist die gefährlichste Option? (Direktabschluss?, Pass?)
Wie will ich mich Positionieren?
Wie erhalte ich sicht zum Ball?
Beim Breakaway lauft ein (oder mehrere) Stürmer mit viel Tempo aufs Tor. Dabei haben sie viel Platz und es sind wenig Verteidiger vorhanden. Oft besteht die Gefahr, dass der Torhüter umlaufen wird.
Der Torhüter kann die Tiefe nutzen, da der Stürmer oft keine Passoptionen hat. Dabei muss er einzig aufpassen, nicht umlaufen zu werden. Er soll das langen Bein nutezn, um viel Fläche abzudecken und sich agil zu verschieben. Wenn möglich kann er dem Angreifer den Ball mit der Schere aus der Schaufel spielen. Der Torhüter bliebt möglichst lange in Position und hält seine Hände aktiv vorne, um viel Fläche abzudecken. Wenn der Angreifen versucht den Torhüter zu umlaufen, muss dieser oft Tauchen oder eine ähnliche Technik nutzen.
Die 10 Spielsituationen: BreakawayWie viel Tiefe nutze ich?
Kann ich den Ball angreifen?
Wann tauche ich? Tauche ich mit Paddle oder ohne?
Die Spielsituation “Behind the net play“ umfasst alles Situationen bei denen der Ball hinter der Grundlinie geführt oder gepasst wird. Zudem gehören “Buebetrickli“ oder Airhooks dazu. Pässe, die aus der Passing first Zone heraus gespielt werden, gehören nicht mehr zur Situation Behind the net play.
Grundsätzlich bewegt sich der Torwart auf der Linie, um den Pfosten zu schliessen und Buebetrickli oder Airhoocks zu verhindern. Zudem kann er den Passweg in den Slot mit den Händen schliessen. Wenn nötig, kann er auch aus dem Tor herausschieben, um mit dem gesamten Körper den Slot zu schliessen. Zudem muss der Torhüter das Spiel vor dem Tor im Blick behalten. Dementsprechend muss er auch seine Position anpassen und mögliche Verschiebungen vorbereiten.
Die 10 Spielsituationen: Behind the NetWelchen Pfosten schliesse ich? Wann wechsle ich?
Auf welcher Seite schaue ich auf den Ball? Wann wechsle ich?
Wann scanne ich?
Kann ich meine Hände und Beine nutzen um Passwege zu schliessen?
Welche Verschiebungen bereite ich vor? Evtl. Schere vorbereiten?
Bei Spielsituation Ball in Hand hat der Torhüter den Ball in der Hand gesichert und kann ihn auswerfen. Diese Spielsituation kann einfach mit anderen kombiniert werden, da sie meist im Anschluss an eine andere Spielsituation geschieht.
Sofort nach vorne schauen, welche Optionen in der Tiefe bieten sich an? Zudem immer aufstehen, so kann man direkt gefährlich werden und zwingt den Gegner zurückzuarbeiten. Bei einem Auswurf in die Tiefe ist es zudem wichtig, die erste Gegnerlinie zu überspielen, so kann ein Konter vermieden werden.
Die 10 Spielsituationen: Ball in HandKann ich das Spiel schnell machen?
Ist es ein geeigneter Moment das Spiel zu beschleunigen?
Welche Auswurftechnik nutze ich?